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Modulation & EMF

Klassisches TV PAL SignalModulation - das Zauberwort für Elektrosmog-Erklärungsversuche. "Klar, diese digitalen Modulationsarten, wie Handy-Netze diese einsetzen, genau die sorgen doch für Probleme!"
Klingt gut. Mein Opa hätte gesagt: „siehste, ich hab`s immer gewusst, seit es diese Beat-Musik gibt, haben alle jungen Leute Pickel im Gesicht". Wäre auch nicht ganz unlogisch, denn die damaligen Modulationsarten, konkret: die Amplitudenmodulation, formt aus einem Beat, einer Musik mit schnellen Taktschlägen, etwas pulsierendes. Lassen Sie sich gesagt sein, daß kein derzeit betriebenes System, sei es Rundfunk, sei es Datenübertragung, eine so astrein scharfkantiges Signal produziert, wie es in diese Systeme ein - und ausgespeist wird. Derartige Signale hätten Nebenwirkungen, die genau den gewünschten Funkverkehr beeinträchtigen würden.

OszillatorFachleute werden beim vorherigen Satz natürlich sagen: Nein. Es gibt eine klassische Modulationsart, die man als digital bezeichnen könnten: das Morsen, auch CW genannt. Dabei wird eine Hochfrequenz immer im Muster von lang und kurz gesendet, was man beim Empfänger mittels eines überlagerten Tonsignales als Di Di Daah Di Dit empfängt. Diese Systeme hatten den riesigen Vorteil, mit extrem kleinen Bandbreiten arbeiten zu können - denn Pieptöne kann das menschliche Ohr sehr gut unterscheiden. Ferner ist der Technische Aufwand relativ gering - leider auch die Übertragungsgeschwindigkeit. Denn jedes Wort muß in Morsezeichen, eben bestehend aus kurzen und langen Sendezeiten, umgesetzt werden.
Mit technisch geringem Aufwand darf man sich nicht vorstellen, daß dies nicht auch Probleme bereitet hätte: so waren in den 70er und 80er Jahren russische (und andere) Amateurfunksender dafür bekannt, durch die mäßige zur Verfügung stehende Technik oft ein gewisses Ping-Geräusch dabei zu erzeugen - erzeugt durch die geänderten Versorgungsspannungen im Gerät bei voller Sendeleistung im Vergleich zu den Sendepausen - und wenn sich dabei die Ausgangsfrequenz auch nur minimal ändert, so hört man dies als Empfangsstation! So sind 50 Hz Änderung bei einer Sendefrequenz von 10 MHz sehr deutlich hörbar, was aber in der gewohnten Prozentrechnung nur 0,000 05 Prozent ausmacht. Vielleicht verstehen Sie auch jetzt, warum kommerzielle Empfänger, an denen zum Empfang nicht dauernd nachgestellt werden soll, so teuer sind - es ist einfach die Genauigkeit und Unabhängigkeit von den äußeren Bedingungen wie Stromversorgung und Klimabedingungen.

Nebenbei: das Morsen gibt es fast nicht mehr - Morsen tun nur noch einige technikbegeisterte Amateure. Die berühmten Schiffsfunker setzen Satellitentelefone etc. ein, nur in Ausnahmefällen noch die klassische Kurzwelle.
Aber um das Thema abzukürzen: Suchen Sie mal im Internet selbst zu den Themen Modulationsarten und Fourieranalyse! Viele aktuelle Darstellungen sind sehr gut!