31 Reizstrom

Die Elektrizität im Menschen

Alle haben davon gehört, aber keiner kann technische Daten dazu nennen: zur Übermittlung der Informationen der Nervenzellen wird Elektrizität eingesetzt. In der Literatur dazu eindeutige Angaben zu finden, ist nicht einfach, da die verschiedenen Nerven und Muskel sehr unterschiedlich agieren.

So liegen die Impulsfrequenzen zwischen 0,1 und 1000 Hz, und konkreter: die typischen Nervenimpulse z.B. von den Tastorganen zwischen 7 und 20 Hz, während die Skelettmuskulatur so um die 50 Impulse pro Sekunde abgeben - womit noch nichts über Form und Frequenz gesagt ist. Dazu kommt das Feld des Herzmuskel, das sich als EKG aufnehmen läßt - übrigens auch an den Fußspitzen.

Ganz anders als die hier genannten Potentiale ist die klassische Methode zur Nervenstimulierung: es werden Stromschläge verabreicht. Eleganter Ausgedrückt heißt es Reizstrom, was eine Berücksichtigung von

  • Amplitude
  • Anstiegssteilheit der Impulse.
  • Frequenz,
  • Dauer der Einzelimpulse
  • Dauer der Impulsserie
  • und Art der Einkopplung in den Körper voraussetzt.

Die von einzelnen Geräten eingesetzten Impulsarten sind nicht unbedingt nachvollziehbar den genannten angeblichen Indikationen. Angeblich sollen bei einer Impulsdauer von 0,1 bis 1 msec und 50 Impulsen die Sekunde die Atembewegungen stimuliert werden, bei dito 16 Impulsen und höheren Amplituden die Herzfrequenz und der Blutdruck erhöht werden, die sich durch höhere Implusfrequenzen und niedrigere Amplituden verringern lassen.

Der eigentliche Nerv, biologisch als Neuron bezeichnet, um die eigentliche Nervenzelle zu beschreiben, läßt sich als pnp-Halbleiter (Transistor) beschreiben. Dabei werden dann zwei weitere Werte in der Literatur angegeben, eine 70mV Ruhespanung sowie eine Diffusionspannung von 26,7 mV und ein typischer Ruhewiderstand von 1000 Ohm pro cm. Die Zellmembran soll permanent im Auslösebereich sein, so daß ein winziger elektrischer Strom fließen kann.

EMF im MenschenAn dieser Stelle eine kleine Ausführung zu den sog. Wünschelrutengängern. Wenn man annimmt daß diese besondere Fähigkeiten besitzen, sprich: die Nervenzellen an den Stellen, an denen die Wünschelrute, ein in gewissen Maße leitfähiges Objekt, gehalten wird, so läßt sich durchaus eine winzige Spannung an diesen Punkten errechnen, die der Mensch wahrnehmen und mit etwas Übung in einen Angabe über Wasseradern oder leitfähige Materialien umsetzen kann. Denn das Erdmagnetfeld und die im Freiraum vorhandenen elektrostatischen Felder kommen in der bewegten Wünschelrute winzige Spannungen induzieren - eben durch die Bewegung im statischen H-Feld.

Ein anderer Effekt ist die sogenannte Wetterfühligkeit. Wenn diese nicht durch kleine Probleme im Auge, d.h. durch einen verengten Augenflüssigkeitskanal, hervorgerufen wird, so kann es auch eine Empfindlichkeit auf die von Gewittern ausgehenden typischen Schwingungen sein.

GrenzwerteIm Bereich des Hirnes werden dolle Ergebnisse veröffentlicht, die sich einem Ingenieur in ihrer Aussage etwas verschließen: was soll man mit einer Angabe wie „Kaliumionen haben eine Resonanz bei 21 Hz“ anfangen? Oder „sie Summenfeldfrequenzen beim Wachzustand betragen 21 bis 36 Hz, im Tiefschlaf 3 bis 7Hz“. Derartige Frequenzen lassen sich in Haushalt und Industrie kaum antreffen. lediglich die Bahn mit 16 2/3 Hz könnte hier einen Effekt bewirken. Vielleicht dämmert man deswegen so gerne in der Bahn, ohne einen erholsamen Tiefschlaf zu finden?

Interessanter als technikbegeisterter Mensch finde ich schon Angaben wie „um 200 Hz herum haben unsere Blutgefäßwände eine Eigenresonanz“. Dann müßten eigentlich alle Verstärkeranlagen aus Gesundheitsschutzgründen diese Frequenzen ausfiltern, denn Resonanzerscheinungen können zur Zerstörung dieser Zellen führen - und wer will das schon?

Es gibt andere Erscheinungen, da kann ich mir schon eher eine Möglichkeit vorstellen, sinnvoll technische Felder zum Wohlbefinden einzusetzen: eben zur Herstellung klimatischer Bedingungen, wie diese an als „schön“ der „angenehm“ bezeichneten Tagen herrschen. Das umfaßt vor allem die statischen elektrischen Felder im Raum und die Ionenkonzentration der Umgebungsluft.

Genau dieser Gedankengang wurde in der 50er und 60 er Jahren eingehend untersucht. Zunächst wurde gemessen, ob sich durch die Anlegung eines statischen Feldes eine Erhöhung des Wohlbefindens ergibt. Die Ergebnisse sind etwas schwierig auszuwerten, denn was ist Wohlbefinden? Eine praktische Lösung waren Messungen der Tippfehlerquote in einem Sekretariat, die geringe, im einstelligen Prozentbereich liegende Effekte vermuten ließen. Doch durch die problematischen Installationen (Wer bekommt schon gerne einen Schlag mit mehreren Kilovolt, wenn er an der Decke arbeitet) und den Problemen mit den elektrostatisch angezogenen Staubteilchen hat sich diese Technik als wenig praktikabel erweisen.

Sinnvollere Lösung war die Ionisation der Luft, also die Anreicherung mit Ionen, um Verhältnisse wie im tiefsten Waldesinneren zu schaffen. Wurden in der Anfangszeit noch radioaktiv strahlende Materialien (Alpha-Strahler) eingesetzt, so benutzt man seit der 70er Jahren etwas größerer, aber technisch einfach und solide aufgebaute Ionisatoren. Eine gewisse Größe dieser Geräte ergibt einen zufriedenstellenden Wirkungsgrad, sprich: die erzeugten Ionen werden nicht gleich am anderen Pol des Geräte wider entsorgt, sondern dahin getrieben, wo diese wirken sollen: eben in der Umgebungsluft. Technische Probleme wie „wie verstecke ich meine mit mehreren tausend Volt aufgeladenen Nadeln, an denen die Ionen erzeugt werden“, lassen sich nun mal am einfachsten durch eine gewisse Gerätegröße lösen.

An einen Effekt glaube ich persönlich, zumindest bilde ich mir ein, vielleicht 2 bis 5 % besser zu arbeiten, wenn so ein Gerät eingeschaltet ist, Aber wie will man das schon messen... also: glauben sie es- oder auch nicht.

Ein anderes Kapitel ist die so genannte Magnetfeldtherapie. Durch Anlegen eines Magnetfeldes werden in bewegten Leitern, und jede kleine Blutzelle kann so eines sein, elektrische Spannungen induziert. oder bei magnetischen Wechselvoller eben in jeder Zelle. damit werden die Zelle zu einer gewissen Aktivität angeregt, ohne direkt etwas zu tun - und das soll die Wundheilung fördern.
Einen ähnlichen Effekt können Sie auch haben, wenn Sie sich im Erdmagnetfeld bewegen und entsprechend Ströme im Körper induziert werden. Kurz: meiner Meinung nach kann es nicht schaden, ob es wirkt und wie viel es wirkt, das sollte jeder selbst beurteilen.   Ähnliches hatte ich schon im Teil Geschichte als Jahrmarktsattraktion beschrieben….