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Tesla

Tesla auf 100 Dinar Note Im serbischen Smililjan wurde 1856 Nikola Tesla geboren, der in Graz, Budapest und später Paris studierte und alle Menschen mit seiner Fähigkeit verwunderte, komplexe Zusammenhänge schnell zu erkennen und Lösungen zu formulieren. Oder, wie es jemand im Zusammenhang mit den Edision-Erfindungen beschrieb: Tesla fliegen die Inspirationen zu wie Vogelschwärme, während der sich nach eigenen Worte größte Erfinder der Welt abmühen muss, mit 99% Transpiration und 1 % Inspiration. Vielleicht dachte Tesla zu schnell, denn er scheint nach den mir zur Verfügung stehenden Quellen nicht der einfachste Mensch gewesen zu sein – genial, aber mit Ecken und Kanten. Ihm wurde 1912 der Nobelpreis angeboten – aber mit der Bedingung, sich diesen mit Edison zu teilen, da beide zusammen für die Nutzung des elektrischen Stromes z.B. zu Beleuchtungszwecken erarbeitet hatten. Man sagt, es wäre Tesla zuwider gewesen, sein Genie mit einem Erfinder zu teilen – und so lehnte Tesla ab und Edision bekam keinen Nobelpreis. Doch was war vorher passiert?

Das letzte Jahrzehnt des 19.Jahrhunderts war geprägt von den verschiedensten Lösungen, Strom in jedem Haushalt zulegen. Zumeist wurde wegen der einfacheren Technik Gleichstrom verwendet, der aber leider in der Nähe der Verbraucher erzeugt werden mußte, da die Übertragung sehr verlustbehaftet war. Aus diesem Zeitalter stammt auch noch der bis heute oft anzutreffende Einsatz von Gleichspannung für Straßen- und U-Bahnen.

Nikolas Tesla aber, berauscht von Goethes Versen im Faust, soll an einem heißen Augusttage 1882 in einem Budapester Park gerufen haben „drehen muss es sich, das Magnetfeld, drehen wie die Gestirne um die Sonne drehen...“ und zeichnet einen Drehstrommotor in den Sand des Gehweges.
Einige Jahre später, man schreibt das Jahr 1888, steht Tesla vor den hochgespannten Mitgliedes des „American Institute oft Elerctrical Engeneers“ und führt einen koffergroßen Wechselstromgenerator vor. Anwesend ist auch ein Georg Westinghouse, Erfinder und Eigner einer Elektrizitätsgesellschaft. Westinghouse soll Tesla die Patentrechte an seinem Wechselstromversorgungsystem abgekauft haben – für eine Million Dollar zuzüglich einen Dollar je erzeugte Kilowattstunde, bzw. nach damaligem Verständnis ungefähr je Pferdestärke. Ein unüblicher Vertrag also, der den Erfinder zu einem reichen Mann macht, einem Erfinder, der frei seine Ideen verwirklichen kann. Westinghouse verdiente Millionen mit dem Tesla-System, denn es war technisch bzw. wirtschaftlich gesehen das bessere System. Edison und Westinghouse zerfleischen sich in zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, wodurch ein Dritter, ein gewisser J.P. Morgan, Eisenbahnfürst und Großbankier, in die Lage versetzt wird, die Edison-Company zu kaufen – fortan heißt diese General Electric Company, die noch heute existiert.
Trotz oder vielleicht gerade wegen des schlechteren Systems fängt dieser Morgan einen Preiskrieg an, der auch Westinghouse schwer schadet. Westinghouse sieht sich nicht mehr in der Lage, den Dollar pro erzeugte Pferdestärke zu zahlen und bittet Tesla, den Vertrag zu zerreißen. Tesla zerreißt diesen Zinsvertrag, der ihm ein Leben als Erfinder ohne Geldsorgen ermöglicht hätte.

Tesla hatte die Hoffnung, durch eine weitere Erfindung soviel Geld zu verdienen, dass ihm der Verzicht ein leichtes gewesen wäre, schließlich hatte er das Wechselstromsystem für die Energieversorgung erfunden und zahlreiche Patente für die Nutzung hochfrequenter Strahlungen bekommen – Strahlen, für deren Nutzung jemand anders berühmt geworden war: Marconi. Erst in den 40er Jahres des letzten Jahrhunderts erkannte der oberste amerikanische Gerichtshof an, dass Marconi insgesamt 17 Tesla-Patente genutzt hatte, um seinen eigenen Apparat zusammenzubauen.

Tesla-Transformator Doch kommen wir zu dem Produkt, für das Tesla noch heute berühmt ist: seinen Transformator. Der sogenannte Teslatransformator erzeugt extreme hochfrequente Hochspannung, eine Hochspannung, die den Menschen nicht tötet, aber Blitze von über 30 m Länge erzeugen kann. Wie das für seine damaligen Mitmenschen ausgesehen haben muss, kann man in Darstellungen und späteren Horrorfilmen erkennen: ein Laborraum, ein undefinierbares Gerät und Blitze, die eher einem gebändigtem Gewitter ähneln denn einer friedlichen Nutzung elektrischer Kräfte.

Die Technik dieser Transformatoren ist einfach: ein Gleich- oder Wechselstrom wird zerhackt, also in einen wesentlich hochfrequenteren Strom verwandelt und fließt durch eine Spule. An diese Spule ist, wie Sie es beim Wort Transformator schon ahnen, eine zweite Spule angekoppelt, die wesentlich mehr Windungen aufweist. An den beiden Endpunkten dieser Sekundärspule lassen sich 50-70 kV messen, Spannungen, die mehrere cm lange kleine Blitze entstehen lassen können. Noch heute ist deshalb der Teslatransformator ein beliebtes Demonstrationsmittel zur Erzeugung hoher Spannungen, die aufgrund ihrer hochfrequenten Eigenschaften für den Menschen wesentlich ungefährlicher als entsprechende niederfrequente Hochspannungen sind.

Vielleicht muss man ergänzend sagen, dass die Spulen schon sehr große Abmessungen annehmen können – eine Primärspule von ca. 3 Windungen und 3 m Durchmesser und darin befindlich eine Sekundärspule mit 2 m Durchmesser, aber einigen hundert Windungen und einigen Metern Höhe, dass sind Dimensionen, die elektrische Überschläge von einigen m Länge entstehen lassen.
Solche Generatoren sollen in Deutschland 1944, konkret im Harz, gebaut worden sein, um auf viele km Entfernung die Motoren angreifender Flugzeuge zu stören bzw. aussetzen zu lassen – aber vermutlich handelt es sich nur um ein Märchen, wie diese in den frühen 90er Jahren gerne in Umlauf gesetzt wurden, um den Harz interessant zu machen.

Seine Erfindung der Todesstrahlen klingt, also wenn diese von einem James-Bond-Film stammen würde: ein Strahl von wenigen mm-Durchmesser und vielen KW Leistung kann auch in großer Entfernung Dinge zerstören – weshalb in den 20 und 30er Jahren hierfür die Bezeichnung Todesstrahl in der Presse zu finden ist. Vermutlich handelt es sich um die theoretische Überlegung, dass elektromagnetische Strahlung wie Licht bei völlig gleicher Phase und Schwingungsebene ganz neue Eigenschaften besitzt – heutzutage als Laserlicht bekannt.

Tesla hat daneben noch einige interessante Anwendungen geschaffen, die teilweise erst Jahrzehnte später in anderer Form entdeckt wurden. So existiert ein Bild aus dem Jahr 1894, in dem Tesla mit einer drahtlosen Leuchtstofflampe dargestellt wird – ein Effekt, den man oft erst in den 30 und 50er Jahren feststellte, wenn man neben einem starken Rundfunksender eine Leuchtstofflampe (oft „Neonröhre genannt“) mit einigen Metern Draht zu leuchten brachte, eben allein aufgrund des starken Feldes. In den 50er Jahren wurde so etwas als „Sendeenergieraub“ strafrechtlich verfolgt!

Seine Erfindung eines „drahtlosen Teslasystems“ sollte weltweit Energie übertragen können – mit nur wenigen Prozent Verlust. Das System wurde in Colorado getestet und angeblich als Patent an J.P.Morgan verkauft. Morgans Absicht war klar: dieses Patent hätte seine wirtschaftliche Stellung gefährdet, ja vernichten können.

Die weiteren Entdeckungen Teslas sind noch merkwürdiger: angeblich erkannte er eine neue Form der Energieübertragung, die sich völlig von den bisher bekannten Arten unterschied (ich vermute eine Art Skalarwelle). Ein dabei entdeckter Nebeneffekt war die Nutzung der im Weltraum um unsere Erde durch den Sonnenwind gespeiste Energiequelle – also eine Quelle, die unerschöpflich ist und quasi kostenlos zur Verfügung steht. Ein Gerücht besagt, dass diese Entdeckung ebenfalls von den Energiekonzernen gekauft wurde und für immer in irgendwelchen Tresoren verschwand.

Doch die wohl seltsamste Geschichte ist jene, die von den nicht patentierten Erfindungen dieses Nikola Tesla handelt. Es heißt, seine Erfahrungen mit den amerikanischen Wirtschaftsbossen wären so schlecht gewesen, dass er nur an eine Möglichkeit dachte, den Frieden der Völker zu sichern. Er wollte durch Türme ein solches elektromagnetisches Feld aufbauen, an dem anfliegende Flugzeuge abprallen oder zerstört werden. Zu ähnlicher Zeit, Ende der 20er Jahre, träumte man in Italien von der Nutzbarkeit der Energien, die sich uns in Form von Blitzen darstellen. Auf dem Monte Generoso sollen kilometerweite Täler mit elektrischen Leitungen überspannt worden sein, die nur der Nutzung dieser in den Wolken vorhandenen Energien dienten. Alleine die Isolatoren sollen gewaltig gewesen sein, man bewältigte einem zeitgenössischen Schwärmer zufolge Spannungen von bis zu 14 Millionen Volt – eine Spannung, die ein mehrfaches der heute genutzten Spannungen in den Hochenergieübertragungsystemen unserer Zeit beträgt.

Doch die Gedanken, wie man welche Energien praktisch nutzbar machen kann, sind nicht nur so greifbar und seit Jahrhunderten bekannt. Die Physik unserer Tage lässt von der Theorie zahlreiche Möglichkeiten andenken, zukünftige Lösungen für noch nicht bekannte Probleme zu finden. Wer in diesem Gebiet tiefer nach neuen Erkenntnissen graben möchte, sollte sich um die Themen Skalare Wellen und Tachyonen kümmern. Beide Dinge kann ich nicht ernsthaft erklären und bin damit auf dem Niveau der derzeitigen (Fach-)Welt. Doch warum sollte nicht schon dieser Nikolaus Tesla nicht auf Basis der theoretischen Beschreibungen Möglichkeiten erkannt haben, die wir bislang nicht nutzen oder gesehen haben? Soll man das Forschungsbedarf nennen? Ich meine Nein, denn das ist ein typisches theoretisches Problem, dass eher durch Zufall von einem neuen Genie geklärt wird denn durch Edison-Forschung der Art 99% Schweiß und 1 % Intuition!